Vortrag und Diskussion mit Sebastian Voigt

Kritik des Antisemitismus und Antizionismus

Aufgrund des jahrelangen Raketenbeschusses durch die militant-islamische Organisation Hamas kam es zum Jahreswechsel 2008/09 zu einem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Dies führte in vielen deutschen und europäischen Großstädten zu antiisraelischen Massendemonstrationen. Als “Friedensdemonstrationen” getarnt, ging es dabei aber zumeist darum, den Hass gegen Israel auf die Straße zu tragen - das Leid im Gazastreifen war dazu nur ein Mittel zum Zweck. Holocaustvergleiche, Plakate, auf denen Hakenkreuz und Davidstern gleichgesetzt wurden und “Juden ins Gas”-Rufe ließen erahnen, wessen Geistes Kind die Mehrheit der Demonstrant_innen waren. Es ging ihnen nicht darum, einzelne, konkrete Maßnahmen der israelischen Politik zu kritisieren, sondern um ein antijüdisches Ressentiment. Es waren die größten antisemitischen Aufmärsche in Europa seit der Zerschlagung des Nationalsozialismus. Dabei demonstrierten Nazis, Islamist_innen und Linke gemeinsam. Fahnen der Hamas und der Hizbollah wehten neben denen der Linkspartei und immer wieder wurde offen zur Zerstörung Israels aufgerufen.

Bei dem Vortrag soll versucht werden, die grundlegenden Elemente des Antisemitismus darzulegen. Der Referent wird zudem das Verhältnis zwischen Antisemitismus und Antizionismus diskutieren sowie die Frage beantworten, warum die Solidarität mit dem jüdischen Staat gerade für eine emanzipatorische Staats- und Gesellschaftskritik unumgänglich ist.

Sebastian Voigt ist Mitglied des Leipziger “Bündnis gegen Antisemitismus” und Gründungsmitglied des BAK Shalom (Bundesarbeitskreis Shalom in der Linksjugend Solid).

Wann: 6. Juni, 19 Uhr
Wo: Jugendtreff Tee-Ei, Untermarkt, Freiberg

Wie immer gilt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen bzw. rechten Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen bzw. rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.