Videoüberwachung am Busbahnhof
15. Dezember 2009
Der Busbahnhof am Wernerplatz und die Haltestelle am Bahnhof wurden dieses Jahr völlig neu gestaltet. Zwar lässt der öffentliche Personennahverkehr noch zu wünschen übrig, aber immerhin bieten seit Fertigstellung eine Infostation, elektronische Abfahrtstafeln und moderne Haltestellen den Fahrtgästen eine Menge Komfort. Anfangs ganz unbemerkt, sind die neuen Haltestellen außerdem videoüberwacht. Erst seit Ende Oktober macht ein Hinweisschild am Busbahnhof darauf aufmerksam, obwohl die Überwachungskameras schon eine ganze Weile früher installiert worden waren. Ob diese damals allerdings schon in Betrieb waren, ist unklar, doch eine Überwachung ohne Hinweisschilder würde gegen das Datenschutzgesetz verstoßen. Die Kameras am Busbahnhof sind Ausdruck der immer stärkeren Überwachung von öffentlichem Raum. Sie schränken die persönliche Freiheit der Fahrtgäste ein und schaffen ein Klima der permanenten Kontrolle und Angst. Protest gegen diese Form der Überwachung, die mehr und mehr um sich greift, regt sich leider immer seltener. Videokameras beim Einkaufen, beim Geldabheben, am Arbeitsplatz, auf Demonstrationen, in Zügen, auf Bahnhöfen und großen öffentlichen Plätzen sind aber skandalös und dienen keinesfalls, wie immer behauptet, der eigenen Sicherheit, sondern nur dem Interesse der Überwachenden. Es ist wichtig, für die Wahrung der eigenen Freiheits- und Persönlichkeitsrechte einzustehen und diese Überwachung zu skandalisieren.
