Editorial der Ausgabe Februar/März 2009 (#66)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit ein klein wenig Verspätung erscheint die Februar/März/Ausgabe des FreibÄrger diesmal mit dem Thema “Ge(h)-Denken auf gut deutsch”. Anlass ist wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt der alljährliche
Naziaufmarsch in Dresden zwecks “Trauermarsch” anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Auch in diesem Jahr haben sich wieder mehrere Bündnisse unterschiedlicher Gruppen und Initiativen zusammengefunden um die Rechten an ihrem Zug durch die Stadt zu hindern. Wir haben das Bündnis “Vorbereitungskreis 13. Februar” interviewt und drucken auch ihren Aufruf zur Demo ab. Denn nicht allein das “Trauern” der Nazis ist problematisch. Vielmehr ist die Gedenkkultur in Deutschland im Allgemeinen und in Dresden im Besonderen sehr problematisch und führt allzu oft in die Umkehr von Tätern zu Opfern.

Da uns das Thema Gedenken in Deutschland als so wichtig und vielschichtig erschien, ist diese Ausgabe in erster Linie ein “Themenheft”, gut geeignet für einen Leseabend auf dem Sofa. Der dritte Teil der
Geschichte des Faschismus ist doch nicht kürzer geworden als die vorhergehenden, aber wieder genauso interessant und lehrreich.

Antifaschistische Grüße

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #66 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #66 des FreibÄrger

Inhalt

Thema
Gedenkkultur in Deutschland
“Keine Versöhnung mit Deutschland”
Die Relativierung des NS durch die sächsische Gedenkstättenpolitik
Stolpersteine als Chance einer “neuen” Gedenkkultur
Die Rettung Deutschlands
Aufruf: Naziaufmärsche verhindern!

Theorie
Die Geschichte des Faschismus Teil III

Die Ausgabe als PDF