Kurosh Mohamadi informiert über die Geschehnisse im Iran.

Kurosh Mohamadi informiert über die Geschehnisse im Iran.

Im Juni letzten Jahres begannen im Iran die seit langem heftigsten Proteste gegen die Islamische Republik. Anlass waren die offensichtlich gefälschten Wahlergebnisse, mit dem Ausgang der „Wiederwahl“ Mahmud Ahmadinedschads. Die Hoffnungen vieler Iraner_innen nach einer Liberalisierung des Landes durch den als „gemäßigt“ geltenden Präsidentschaftskandidaten Mussawi erfüllten sich somit vorerst nicht. Die anschließenden Proteste breiteten sich schnell im ganzen Land aus, wurden jedoch vom Regime blutig niedergeschlagen. Hunderte Tote, sowie tausende Verletzte und Festgenommene waren die Folge.
In Freiberg nahmen sich engagierte Exiliraner, die selbst von Verfolgung im Iran betroffen waren, das nun fast vergangene Jahr seit dem Anfang der Proteste zum Anlass, auf die Brutalität und Gefahr des Regimes hinzuweisen. Am 20. Mai fanden sie sich zu einem ersten Informationsstand auf dem Obermarkt zusammen, verteilten Flugblätter und versuchten, Menschen zu sensibilisieren, sich kritisch mit der Geschichte der Iranischen Revolution wie mit ihrer Kontinuität aus Hasspredigten und Gewaltexzessen zu beschäftigen. Unter anderem heißt es in dem Flugblatt: „Die Welt soll wissen, dass der verbrecherische Geist von Khomeini in den Köpfen von Khamenai, Ahmadinejad und Co. weiterlebt, wessen Ziele die weltweite Ausbreitung des islamischen Terrors und Beschaffung der Atombombe ist.“ Weiter wird gefordert, „Das Regime in Teheran zu entlarven und zum Rücktritt zu bewegen“, um den „Weltfrieden (zu) retten“. Ob ein Rücktritt des Mullah-Regimes realistisch ist, bleibt fraglich. Sicher jedoch ist, dass ein Weiterleben dessen, mit der Bestrebung nach einer eigenen Atombombe, eine existenzielle Gefahr für Israel und die restliche westliche Welt darstellt. Der Sturz des Islamistischen Staates ist daher dringend notwendig.

Am 3. und 17. Juni werden von jeweils 12-14 Uhr weitere Infostände auf dem Obermarkt stattfinden.

Weiterführende Buchtipps zum Thema:

Matthias Küntzel: „Die Deutschen und der Iran“
Thomas Maul: „Die Macht der Mullahs“