Die Ausstellung „Die Kriegskinder-Generation in Freiberg“ ist vom 8. Mai bis 24.Oktober zu besichtigen.

Die Ausstellung „Die Kriegskinder-Generation in Freiberg“ ist vom 8. Mai bis 24.Oktober zu besichtigen.

Vom 8. Mai bis 24.Oktober ist im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg die Ausstellung „Die Kriegskinder-Generation in Freiberg“ zu sehen. Im Einladungstext dazu heißt es: „Sie waren unter der Naziherrschaft begeisterte Pimpfe in der Hitlerjugend oder spielten Theater in der Mädchenorganisation der Hitlerjugend. Sie litten unter dem Bombenterror, der Vertreibung, der Abwesenheit des Vaters. Andere mussten als jüdische Mädchen Sklavenarbeit für die Rüstungsfabrik Freia leisten, zogen als KZ-Häftlinge im Todesmarsch durch die Stadt. (…) Viele von ihnen haben wir verloren: Kinder, die wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nazis ermordet wurden. Kinder und Jugendliche, die durch den US-Amerikanischen Luftangriff auf Freiberg am 7. Oktober 1944 getötet wurden. Kinder, die von verzweifelten Eltern zum Zeitpunkt des Einmarsches der Roten Armee mit in den Freitod genommen wurden, Jugendliche, die als „letztes Aufgebot“ als Soldaten gefallen sind.“ Für die Ausstellung war „[d]as große Spannungsfeld zwischen dem Erlebten einerseits und dem gesellschaftlichen Vergessen andererseits [.] der Ausgangspunkt [..]. Der Generation der Kriegskinder, beispielhaft bezogen auf Freiberg, sollte daher ein Forum gegeben werden. […] Das Besondere an der Ausstellung ist das Bemühen um eine Darstellung aus der authentischen Sicht der Kinder und Jugendlichen.“ Diese Sichtweise musste aber natürlich „interpretiert, ergänzt und in die historischen Zusammenhänge eingebettet werden. […] Die Ausstellungsmacher sind sich dessen wie auch der Unvollkommenheit ihrer Anstrengungen bewusst. […] Die Exposition will zugleich vor jedem Krieg warnen. Denn eine Opfergruppe steht bereits zu Beginn eines jeden Krieges fest: die Kinder.“

Diese problematische Ankündigung verleitete mich zum Besuch der Ausstellung. Im Folgenden möchte ich auf die Problematiken des Einleitungstextes hinweisen und zeigen, wie diese sich in der Konzeption der Ausstellung niederschlagen. Dennoch hält die Ausstellung auch einiges an neuen Informationen bereit, die dort erstmals einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und lohnt deshalb einen kritischen Besuch.

Relativierung durch Gleichsetzung

Bereits im ersten Satz tritt zu Tage, was das Gedenken an den 13. Februar in Dresden und die Bombardierung Freibergs befördert haben: die Gleichsetzung verschiedenster und vermeintlicher Opfergruppen. Durch eine Betrachtungsweise, die das individuelle Leid zum Bezugspunkt macht, werden so die Schicksale der von Deutschen ermordeten und verfolgten jüdischen Zwangsarbeiterinnen und KZ-Häftlinge mit denen von im Bombenkrieg und Volkssturm getöteten Menschen vergleichbar. Die dadurch intendierte Ausblendung von Kausalität, Ursachen und historischen Abläufen macht es möglich, Schicksale in dreister Beliebigkeit nebeneinander zu stellen und die später geforderten „historischen Zusammenhänge“ weitgehend zu ignorieren. Die Behauptung, viele der Kinder „[hätten] wir verloren“, impliziert nämlich, dass ein äußeres Ereignis dafür verantwortlich sei, so, als sei der Tod oder das Leid plötzlich und unerwartet vom Himmel gefallen. Dass diesen Ereignissen aber auch Verursacher_innen und Verantwortliche vorausgehen, wird dadurch verdrängt. Die jüdischen Zwangsarbeiterinnen und KZ-Häftlinge hat man eben nicht verloren, sondern gezielt getötet und verfolgt, und das unter aktiver bzw. passiver Mithilfe und Mitwissen der Deutschen, bzw. Freiberger_innen. Wie menschenverachtend Teile der Freiberger Bevölkerung den Zwangsarbeiterinnen begegneten, schildert z.B. der dramatische Bericht von der Überlebenden Lisa Scheuer im Buch KZ Freiberg: “Oft begegnen wir Freiberger Frauen und alten Männern, die sich zu uns benehmen, als wären wir wilde Tiere. Sie spucken uns an, manchmal fliegt ein Stein, und immer hören wir Schimpfworte, die ich lieber nicht wiederholen will.”1

Auch die Bombardierungen haben eine Vorgeschichte. Mit dem Begriff „Bombenterror“ bedienen sich die Austellungsmacher aber eines ausdrücklichen Nazivokabulars und unterstellen damit den militärischer Logik folgenden Bombardierungen eine gezielte Terrorabsicht, die laut Wikipedia in der systematischen und oftmals willkürlich erscheinenden Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen, besteht. Zwar gab es die so genannten „moral bombings“, die auf eine Brechung der Moral der deutschen Bevölkerung zielten, was – im Gegensatz zu den Bombardierungen in Italien – in Deutschland leider nicht funktionierte, der Luftangriff auf Freiberg, mit seinen 172 Toten, gehört aber nicht dazu. Denn Freiberg war ein Ausweichziel, was aufgrund der schlechten Sichtbedingungen über dem eigentlichen Ziel, der Stadt Most, gewählt wurde. Der Grund wird in der Ausstellung eindeutig genannt: „Die eine Staffel flog aus südöstlicher in nordwestliche Richtung über den Bahnhofsbereich, der zerstört werden sollte. […] Die andere Staffel sollte Gleisanlagen westlich der Stadt zerstören (…).“ Beide Staffeln verfehlten allerdings ihre Ziele und trafen auch Wohnhäuser. Von einem „Bombenterror“ kann also nicht die Rede sein.

Letztendlich zielt die Konzeption der Ausstellung darauf ab, mit Hilfe der Kinder einen subjektiven und emotionalen Zugang zur Thematik zu finden, in dem alle Kinder Opfer sind – und tatsächlich, wer will das leugnen? Dennoch ist die Opferrolle der deutschen Kinder, die in der Tragik des Zeitpunktes ihrer Geburt zu suchen ist, eine andere, als die der z.B. polnischen oder sowjetischen Kinder, die Opfer des deutschen Expansions- und Vernichtungskriegs wurden, und selbstverständlich auch eine grundlegend andere, als die der jüdischen Kinder. Denn bei diesen macht es gar keinen Sinn, zwischen Kindern und Erwachsenen zu unterscheiden. Sie sind, anders als die deutschen Kinder, nicht aufgrund ihres Alters zu Opfern geworden, sondern aufgrund des Antisemitismus, der sich ganz konkret gegen ihre Person richtete. Man muss an dieser Stelle auch zwischen Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg trennen. Obwohl beide zeitlich zusammenfielen, sind sie verschiedene Ereignisse und das Leiden eines Kindes unter dem Krieg ist eben etwas anderes, als das Leiden eines Kindes, dessen Eltern ins KZ deportiert wurden, oder das selbst von Vernichtung bedroht ist und noch zusätzlich unter den Qualen des Krieges zu leiden hat. All diese Spezifika verwischt die Ausstellung mit ihrer Gleichsetzung.

Gut gemeint, statt gut gemacht

Die konsequente Folge für die Ausstellungsmacher ist demnach auch das – wahrscheinlich in guter Absicht - Warnen „vor jedem Krieg“, ganz so, als wäre der Zweite Weltkrieg einfach irgendein beliebiger Krieg gewesen und könne so verstanden werden. Zweiter Weltkrieg und Holocaust haben der Welt aber das Wesen einer neuen Barbarei offenbart und ihr damit einen neuen Imperativ aufgezwungen, nämlich, wie Theodor W. Adorno es formulierte, „Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe.“ Das heißt also, nicht nur „[d]ie Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“, sondern auch „den verbündeten Armeen, der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen“ zu danken, wie es im Schwur von Buchenwald heißt. Der Absage an „jeden Krieg“ wäre also zuerst einmal eine Absage an jede Form der Barbarei und Unfreiheit voranzustellen und notfalls dafür einzutreten, das im schlimmsten Fall auch militärisch durchzusetzen. Denn Krieg hat eben nicht nur immer Leid und Opfer zur Folge, sondern im Falle des Zweiten Weltkrieges auch die Niederschlagung des Nationalsozialismus und die Befreiung der Konzentrationslager. Es ist daher bezeichnend, die Freiberger_innen nicht davor zu warnen, jemals wieder Zwangsarbeit in „ihrer“ Stadt zu dulden und zu ermöglichen, sondern vorm allgemeinen Kriege, der sich für die meisten Deutschen momentan wohl in Afghanistan und vor wenigen Jahren im Irak zeigte. Ein Krieg und ein „bewaffneter Konflikt“, die größtenteils antiamerikanische Proteste auslösten und dort den Kern der „Friedensmacht Deutschland“ enthüllten.

Die Ausstellung

Ein Gefühl der Schrecken des Krieges, soll in der Ausstellung wohl vermittelt werden. Betritt man den Ausstellungsraum, kann man Bombenexplosionen und Flakgeräusche hören und damit den 7. Oktober 1944 auditiv nacherleben. Auch, dass nicht alle die Bombardierungen als etwas Schreckliches empfanden, verschweigt die Ausstellung.

Bilanz des Zweiten Weltkrieges. Die Opfer des Holocausts werden nicht erwähnt.

Bilanz des Zweiten Weltkrieges. Die Opfer des Holocausts werden nicht erwähnt.

Im Raum kann man dann viele Tafeln betrachten, die verschiedene Themen behandeln. Trotz der Fülle der Informationen ist für die Zwangsarbeit und das Schicksal jüdischer Menschen in Freiberg aber nur eine Tafel vorgesehen. Zusätzlich – das eigentliche „Highlight“ der Ausstellung - wird an einem Fernseher abwechselnd der Film „Tödliches Paradies“ und ein NS-Propagandafilm gezeigt. „Tödliches Paradies“ ist eine mehrfach ausgezeichnete Produktion des eff3. In ihr wurde der Geschichte der Zwangsarbeit in Freiberg nachgegangen und Überlebende interviewt. Für Schulklassen wartet das Museumspersonal diesbezüglich noch mit weiteren Informationen auf. Dennoch fällt in keinem Text der Ausstellung ein einziges Mal das Wort „Antisemitismus“ - eines der wichtigsten Elemente, um das Wesen des Nationalsozialismus zu begreifen und ebenfalls unerklärlich ist, dass auf einer Tafel mit den Opferzahlen des Krieges zwar Bombentote, Vertriebene und Kriegsgefangene aufgelistet werden, jedoch jeglicher Verweis auf den Holocaust und die sechs Millionen getöteten Jüdinnen und Juden fehlt.

Die Zeichnung zeigt, wie "normal" der Krieg für die Kinder gewesen ist.

Die Zeichnung zeigt, wie 'normal' der Krieg für die Kinder gewesen ist.

NS-Propaganda für Schulkinder.

NS-Propaganda für Schulkinder.

Dass viele Freiberger_innen und vor allem auch Kinder die nationalsozialistische Ideologie stark verinnerlicht hatten, zeigt die Ausstellung mit vielen Beispielen. So schrieb eine Schülerin der Körnerschule 1942 einer Freundin Folgendes ins Poesie-Album: „Wer leben will, der kämpfe also, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht.“ Das Kinderspielzeug dieser Zeit glorifizierte ebenfalls das Militär und den Krieg. Man spielte mit kleinen Soldaten, Aufzieh-Panzern und Flugzeugen, sammelte Granatsplitter und Wrackteile abgeschossener Flugzeuge und kannte selbstverständlich „den Feind“. Auch die nationalsozialistische Symbolik spielte eine große Rolle. Eine Kinderzeichnung von Ulrich Frommann mit dem Titel „Kampfflieger“ von 1943 zeigt ein deutsches Kampfflugzeug, das unter einer lachenden Sonne fliegt und auf dem drei große Hakenkreuze prangen. Die Fibeln sind von NS-Gedankengut durchzogen. Dort heißt es z.B.: „Heinrich und Helmut gehen zum Heimatabend. Unterwegs treffen sie Horst und Werner. Von weitem sehen sie am Maste die Flagge mit dem Hakenkreuz. Sie treten ein und rufen „Heil Hitler!“ Nun sitzen sie um den Tisch. Zuerst lernen sie ein neues Lied. Dann liest Hermann vor: Ein Pimpf hat Adolf Hitler auf dem Obersalzberg gesehen. Sonnabend und Sonntag soll ein Marsch gemacht werden. In der Herberge werden sie übernachten. Hitlerjugend. Unsere Heimat, unsere Helden. Mit Herz und Hand, für Volk und Land.“

Im Gegensatz dazu stehen die Zeichnungen von Helga Weiß, die zwischen 1941 und 1944 in Theresienstadt entstanden. Helga Weiß wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und kam wenig später im Alter von 14 Jahren nach Freiberg, wo sie Zwangsarbeit leisten musste. Bei einer Tagesration von einem Liter Suppe, 400g Brot, 10g Margarine und einem Löffel Marmelade mussten die Zwangsarbeiterinnen in Schichten von 12 Stunden arbeiten. Der straff organisierte Tagesablauf lies ihnen täglich nicht mehr als vier Stunden Zeit zum Schlafen. Diesen Gräuel wird versucht, mit einem Gedicht gerecht zu werden: „Wie viele Kindertränen wurden vergossen? Wie viele Alpträume plagten diese Kinder? Wie viele Fragen nach dem Warum mochten sie gestellt haben? Wie viele Stunden der Angst durchlitten sie? Wie oft weiten sie um ihre Eltern, Geschwister, Großeltern oder Freunde? Wie viel Verbitterung und Hass erzeugten ihre Peiniger? Aber auch: wie viel Hoffnung und Energie für eine neue Welt ohne Krieg und Rassenhass wuchs in ihnen? Wir Nachgeborenen vermögen uns die Qualen dieser Kinder heute kaum noch vorzustellen.“ Perfide daran ist, wie hier aus so schrecklichen Ereignissen Hoffnung gezogen werden soll, als ob jahrelange Qual und Pein ein Gefühl der Hoffnung erzeugen könnte. Das, was hier als Hoffnung bezeichnet wird, ist keine Hoffnung, sondern die Verantwortung der Überlebenden und drückte sich in den Zwangsarbeiterinnen wohl vor allem, sofern sie die Verzweiflung das hatte nicht schon längst aufgeben lassen, in dem Wunsch zu überleben und zu entkommen und der Sehnsucht nach alliierten Bomben und der Befreiung durch die amerikanische oder sowjetische Armee aus.

Ein Weiteres bleibt in der Ausstellung unerwähnt. Nämlich, dass der Schulunterricht nicht erst, wie man meinen könnte, mit dem „totalen Krieg“ und in Folge der Bombardierungen zum Erliegen kam. Bereits in den Vorbereitungen für den Überfall auf Polen am 25. August 1939 erfolgte der Befehl, die Gebäude der Berufsschule zu räumen und der Wehrmacht zur Verfügung zu stellen. Auch liefen Vorbereitungen, die Dürerschule in ein Reservelazarett umzuwandeln und die Jacobischule wurde Außenstelle des Stadt- und Kreiskrankenhauses. Aus Mangel an Heizmaterial wurden außerdem bereits 1940 zeitweise weitere Schulen geschlossen.2 Trotz dieser Einschränkungen hatten die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges dennoch einen durchweg höheren Lebensstandard, als die Menschen in allen anderen europäischen kriegführenden Mächten. So erhöhte sich bis 1943 die Zahl der Theateraufführungen auf über 400. Auch die Zahl der Kinobesucher_innen stieg von 692000 im Jahr 1940 auf 872000 im Jahr 1943, bevor die Kinos ab 1944 zeitweise schließen mussten.3

Sogar der Wiederaufbau nach der Befreiung durch die Rote Armee ging relativ schnell voran. Bereits im Juni 1945 gab es wieder erste kulturelle Angebote, wie das Domkonzert von Arthur Eger, das am 7. Juni etwa 3000 Menschen besuchten. Auch das Theater begann am 16. Juni seine Spielzeit mit dem Stück „Spuk im Schloss“. Kinoaufführungen fanden bereits seit Ende Mai statt. Bereits Ende September arbeiteten fast alle Unternehmen wieder, am 1. Oktober öffneten die Schulen und die Bergakademie nahm im Februar 1946 ihren regulären Betrieb wieder auf. Lediglich die Zwangsarbeit geriet währenddessen schnell in Vergessenheit und das arisierte jüdische Eigentum wurde in der SBZ und späteren DDR nicht zurückerstattet. Erst Anfang der 1990er Jahre wurden diese Details langsam wieder ans Tageslicht befördert. Dazu leistet nun auch die Ausstellung ihren Beitrag, der allerdings vor allem Einzelpersonen zu verdanken ist und die oben aufgezeigten Problematiken nicht überdecken kann. Man darf daher gespannt sein, wie angesichts der Ausstellung dem kommenden Jahrestag des Bombenangriffs am 7. Oktober 2010 begegnet werden wird. Kurz vorher, am 29. September um 14 Uhr, lädt das Stadt- und Bergbaumuseum immerhin zum Stadtrundgang zur „Geschichte der Juden in Freiberg“ mit Dr. Michael Düsing ein. Treffpunkt ist die Ecke Roter Weg/Platz der Oktoberopfer.

1Cziborra, Pascal (2008): Bericht von Lisa Scheuer. In: KZ Freiberg. Bielefeld, Lorbeer-Verlag: S. 183.
2Bélafi, Béla (1986): Die Stadt im Zweiten Weltkrieg. In: Kasper, Hanns-Heinz/Wächtler, Eberhard (Hrsg.): Die Geschichte der Bergstadt Freiberg. Weimar, Hermann Böhlaus Nachfolger: S. 290.
3Ebd., S. 293.