Artikel mit dem Tag „Buchtipp“

Gestatten: Elite

Gestatten: EliteAuf den Spuren der Mächtigen von morgen

Das Wort “Elite” ist seit einiger Zeit in aller Munde. Insbesondere aus konservativen und liberalen Kreisen hört man den Satz “Deutschland braucht eine Elite um das Land voranzubringen”. Allerdings ist damit nicht klar wer zur Elite gehören soll und wer nicht. Wer legt die Kriterien fest, die die Menschen in Elite und Nicht-Elite einteilt?

Julia Friedrichs, eine junge Journalistin, hat sich in ihrem Buch “Gestatten: Elite” mit genau diesen Fragen beschäftigt. Nachdem sie sich bei der Unternehmensberatung McKinsey beworben hatte, wurde sie zu einem Bewerberwochenende in Griechenland eingeladen und hielt bald darauf ein Jobangebot in der Hand. Mit einem Einstiegsgehalt von 65.000 Euro im Jahr, Dienstwagen und eigenem Laptop war die Versuchung natürlich groß. Friedrichs lehnte jedoch ab und machte sich auf die Suche nach der Elite in Deutschland.

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1968

1968Jugendrevolte und globaler Protest

Der Historiker Norbert Frei (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) war 1968 selbst noch ein Kind und unterscheidet sich dadurch von vielen anderen Autoren, die zum Thema “68″ schreiben und selbst dabei waren. Er hat mehrere Bücher zum Nationalsozialismus veröffentlicht.

Norbert Frei betrachtet “68″ als “Chiffre”, die erst im Nachhinein montiert wurde. Er betrachtet “68″ als einen “Assoziationsraum gesellschaftlicher Zuschreibungen und auktiorialer Selbstdeutungen, eine beispiellos florierende Begegnungsstätte, in der die Aussagen der Akteure und die Entgegungen ihrer Kritiker, die Wahrnehmungen der Zeitgenossen und die Beobachtungen der Nachgeborenen aufeinandertreffen.” Konsequenterweise verwendet Frei daher “68″ auch in Anführungszeichen.

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