Artikel mit dem Tag „Flüchtlinge“

60 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

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Pressemitteilung des InCa

„Zugang zu einem geordneten Asylverfahren für alle Schutzsuchenden ist das Gebot der Stunde!“

Die Genfer Flüchtlingskonvention wurde vor sechzig Jahren am 28. Juli 1951 verabschiedet. Sie legte erstmals Kriterien fest, wann ein Mensch als Flüchtling gilt. Demnach werden Flüchtlinge als Personen definiert, die sich auf Grund der begründeten Furcht vor Verfolgung ihren eigenen Staat verlassen haben und die sich auf den Schutz des eigenen Staates nicht mehr verlassen können.

Kernbestand der Genfer Flüchtlingskonvention ist das Verbot der Abschiebung, dass kein Flüchtling in jene Gebiete zurück verwiesen werden darf, wo sein Leben oder seine Freiheit bedroht ist. Mit dem Verbot der Abschiebung steht jedes Land in der Pflicht, das der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten ist, ein ordentliches Asylverfahren durchzuführen. Dazu gehören auch Länder wie Griechenland und Italien.

„Angesichts der Abwehrpolitik gegenüber Flüchtlingen aus Nordafrika ist der Zugang zu einem geordneten Asylverfahren für alle Schutzsuchende das Gebot der Stunde“, fordert Hans de Lange. Viele Menschen auf der Flucht erreichen die Europäische Union gar nicht mehr; hilfslose Bootsflüchtlinge aus Nordafrika werden ihrem Schicksal überlassen. Schätzungen zufolge verloren im Mittelmeer seit Jahresanfang mehr als Tausend Flüchtlinge ihr Leben.

Der Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg e.V., die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Petri-Nikolai und das CJD Chemnitz nehmen das 60. Jubliläum der Genfer Flüchtlings Konvention zum Anlass, den 25. Tag des Flüchtlings am 30. September 2011 in Freiberg zu gestalten. An dem Tag wird Volker Maria Hügel, Vorstandsmitglied PRO ASYL, um 17 Uhr in Petrikirche über die aktuelle Bedeutung der Genfer Flüchtlingskonvention referieren. Nach seinem Vortrag und Diskussion sind die Besucher zu einem internationalen Abendessen eingeladen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sich einige Beispiele von Flüchtlingsbiografien aus Freiberg näher anzusehen.

Eindrücke aus einem anderen Leben

Zum Thema der 73. Ausgabe des FreibÄrger war von einem der Redakteure geplant, eine bildliche Reportage über die Zustände und das Leben im Freiberger Asylbewerberheim zu erstellen. Dazu ist ein Gesuch an die Mittelsächsische Ausländerbehörde gestellt worden, in dem um eine Erlaubnis, im Inneren des Heimes zu fotografieren, gebeten worden ist. Nach einer Bearbeitungszeit von ca. zwei Monaten, kam die Antwort, dass dem Anliegen nicht entsprochen werden kann. Die Begründung: „Um den in der Gemeinschaftsunterkunft Chemnitzer Straße untergebrachten asylsuchenden Menschen u. a. ein Mindestmaß an persönlicher Rückzugsmöglichkeit zu erhalten, kann lhrem Anliegen nicht entsprochen werden.“ Tatsächlich könnte man sich freuen, dass sich in der Ausländerbehörde Mitarbeiter_innen finden lassen, welche sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen. Doch der Schein trügt. Die Ausländerbehörde des Landkreises Mittelsachsen ist Auftraggeber und einer der Verantwortlichen für die Unterbringung von Asylbewerbern, u. a. im Asylbewerberheim in Freiberg auf der Chemnitzer Straße. In der Alten Kaserne aus dem Kaiserreich leben ca. 120 Menschen, zum Teil Familien mit 6 Kindern, auf engstem Raum zusammen. Geschätzte 8-10 m², nämlich die abschließbaren Räume der Asylbewerber_innen, in denen sie teilweise über Jahre hinweg mit fremden Personen zusammengepfercht leben müssen, können als „persönliche Rückzugsmöglichkeit“ gesehen werden. Frei zugänglich für alle sind hingegen die gemeinschaftlichen Sanitärraume und Küchen auf jeder Etage. Schimmelfecken an der Decke, mit einer Größe jenseits von 1,5m², zeugen von Wasserrohrbrüchen vergangener Tage. Zahlreiche Ameisen und Kakerlaken finden im Gebäude ebenso eine „Rückzugsmöglichkeit“, wie große Ratten. Die Bewohner_innen berichten von kaputten Fenstern, nicht funktionierenden Waschmaschinen, kaltem Duschwasser oder einem inkompetenten Hausmeister, um nur Einiges zu nennen. Aber nicht nur die Bewohner_innen haben unheimlich viel zu erzählen und manchmal kann eben ein Bild mehr sagen, als eintausend Worte, wie es so schön heißt.

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Über die Grenze geschaut

asylrecht

Donnerstag, 20. Mai 2010 | 18:00 Uhr | Roter Weg 43
Über die Grenze geschaut

Vortrag und Filmvorführung über die deutsche Asylgesetzgebung

In einem Einstiegsreferat werden die Mitarbeiter_innen des Sächsischen Flüchtlingsrates einen Überblick über den Ablauf des deutschen Asylverfahrens und die verschiedenen Aufenthaltstitel geben sowie zu den Lebensbedingungen von Asylbewerbern und Geduldeten informieren. Dabei werden sie auch auf die Gegebenheiten im Landkreis Mittelsachsen eingehen. Anschließend soll das Rundgespräch eröffnet werden, in dem die Möglichkeit besteht Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.

Wie immer gilt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen bzw. rechten Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen bzw. rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Gärtnerei Bräunsdorf öffnet ihre Pforten für Migranten

Pressemitteilung des CJD Chemnitz

Im Frühjahr dieses Jahres begann für das CJD Chemnitz / Außenstelle Freiberg ein neues Projekt: der Interkultureller Garten Bräunsdorf. Die dort vorhandene Gärtnerei soll mit diesem Projekt eine neue zusätzliche Ausrichtung erhalten, dass Menschen mit Migrationshintergrund dort eigene Grundstücke bewirtschaften können. Nach Möglichkeit sollen sie Pflanzen aus den eigenen Herkunftsländern mitbringen, um auf diese Weise den Bogen mit der alten Heimat zu schlagen.

In diversen Richtungen werden mit dem Interkulturen Garten Bräunsdorf neue Kontakte aufgebaut. Nicht weit entfernt von Bräunsdorf liegt etwas abgelegen das Asylbewerberheim Mobendorf, wo mehrere Frauen schon mal den Wunsch nach eigenen Gärten geäußert haben. Einige Spätaussiedlerinnen haben bereits Interesse für das neue Projekt signalisieren lassen. Eine Tauschbörse für Pflanzen und Samen ist in Vorbereitung für den Tag der offenen Gärtnerei am 24. April, zu der auch die Bewohner in Bräunsdorf eingeladen werden.

Der Startschuss für den Interkulturellen Garten Bräunsdorf fällt am 7. April nachmittags um 15 Uhr. Wir werden uns die Gärtnerei näher anschauen und uns über organisatorische Fragen verständigen, wie oft wir uns treffen möchten. Gleich soll es an dem Nachmittag auch praktisch werden: in einem Gewächshaus fangen wir mit Säen von Blumen, Gemüse und Kräutern an. Wer mit machen möchte und auf Transport von Freiberg nach Bräunsdorf angewiesen ist, der ruft bitte das CJD Chemnitz unter der Rufnummer 03731 3009995 an. Wir werden mit einem Kleinbus etwa um 14 Uhr von dem CJD-Begegnungszentrum in der Domgasse 2a nach der Gärtnerei fahren.

Gefördert wird der Interkulturelle Garten Bräunsdorf mit dem „Stärken vor Ort- Programm“ im Landkreis Mittelsachsen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans de Lange (Projektverantwortlicher)

Ausgabe #38 - Mai/Juni 2004

Seite 1 von Ausgabe #38

Seite 1 von Ausgabe #38

Themen
Freiberg gegen Sozialabbau
Armut auf breiter Front
Zwangsumsiedlungen
Frische Nazis in Freiberg und vor Gericht
Radio Darmstadt: Ehrenwertes Freiberg
Frauen in die Parlamente
Leserbrief
Tootsies & Boggle

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Ausgabe #34 - September/Oktober 2003

Seite 1 von Ausgabe #34

Seite 1 von Ausgabe #34

Themen
Kleinkrieg auf dem Wohnungsmarkt
Erwerbslosenmarsch
Verbrechen der Neo-Nazis in Freiberg
Nazi-Aktivitäten in Niesky, Siebenlehn, Meerane
Veganes Leben
Sommerloch
Die Tootsies und die sexuelle Revolution
Frauenfeindliche Party-Werbung
Boggle

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Ausgabe #33 - Juni/August 2003

Seite 1 von Ausgabe #33

Seite 1 von Ausgabe #33

Themen
Lokaler Popstar
Rote Rüben in Auschwitz
Jugendprotest in FG
Vergangen- nicht vergessen
Gränitzer Antifa-Frühling und rechte Silbernächte
Sibylle Berg-Lesung
zu Viel
Serie: Die Tootsies
Leserbrief
Schwesternliebe: Darmstadt und Freiberg & Rätsel

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Ausgabe #29 - Oktober/November 2002

Seite 1 von Ausgabe #29

Seite 1 von Ausgabe #29

Themen
Neue Jugendpolitik
Freiberger Glatzenpflege
Freiberg wählte
Wasser, nix als Wasser
Asylbewerber in Freiberg
Marktstories
Demokratie in der Schule?
Ästhetische Mobilmachung
Leserbriefe
Lyrik & Rätsel

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Ausgabe #28 - Juni/August 2002

Seite 1 von Ausgabe #28

Seite 1 von Ausgabe #28

Themen
Weltoffenheit pur
Bündnis für mehr Menschlichkeit
Interview mit Konrad Heinze
Bewährungsstrafe für Kinderschläger
Überleben als Asylbewerber in Freiberg
Kurzprosa an einen Freund
“Kein Nazizentrum in Gränitz und auch nicht anderswo!”
wirtschaftsflüchtiges Volk
Leserbriefe
Lyrik & Rätsel

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Ausgabe #27 - April/Mai 2002

Seite 1 von Ausgabe #27

Seite 1 von Ausgabe #27

Themen
Neuorganisation der Unterbringung von Asylbewerbern
Bündnis für mehr Menschlichkeit
Kein Nazizentrum in Gränitz
Chronik der rechten Gewalt in Freiberg
Anne Frank Ausstellung in Chemnitz
Unfälle
Film und Lyrik
Radio Darmstadt berichtet & Leserbriefe
Rätselseite
Abschied von der Barri

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