Artikel mit dem Tag „Mord an Patrick“

Ausgabe #19 - Oktober/November 2000

Seite 1 von Ausgabe #19

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Themen
Unschuldiges Freiberg
Pyka ist weg!
Armutsrisiko Kinder
Tod in Weißenborn
FIT Kultur in Freiberg
Alles Kleber oder was?
Patricks Mörder müssen in den Knast
Kolumne Flower-Power
Rätsel gegen Rechts
Info-Links

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Ausgabe #16 - Februar 2000

Seite 1 von Ausgabe #16

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Themen
Freiberg ist sicher!
Friedensinitiative hilft Jugoslawien
Nachrichten über Rechts
Bestandsschutz beim Arbeitslosengeld
Die Rathausaffäre
Marianne & Metallica
Rezension: It’s a zoni
Königlicher Spesenritter

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Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts.

In Gedenken an Patrick, 02.02.1982-02.10.1999, und alle Opfern rechter Gewalt.

“Einige Jugendliche, die sich nicht der rechten Szene in Limbach anschließen wollen, werden seit über einem Jahr von rechts orientierten Jugendlichen bedroht und zum Teil auch körperlich verletzt”,
Manuela Weis in Freie Presse / Chemnitz – 21.10.2008

“Opferberatung: Mehr rechtsextreme Angriffe Verein registriert im Mai zunehmende Neonazi-Übergriffe zwischen Brand-Erbisdorf und Zwickau – Jugendlicher mit Eisenstange schwer verletzt”,
Freie Presse / Freiberg – 19.6.2009

Immer wieder erscheinen solche oder ähnliche Meldungen täglich in den Zeitungen und zeigen die konkrete Ausprägung des menschenverachtenden Weltbildes von Nazis. Leider verblassen im Angesicht dieser täglichen Meldungen die Erinnerungen über Taten, die ganz in der Nähe passiert sind. So jährt sich am 2. Oktober dieses Jahres die Ermordung von Patrick in Oberlungwitz. Wir möchten mit diesem Bündnis erreichen, dass die Erinnerung an ein Opfer von Nazigewalt nicht weiter in Vergessenheit gerät.

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Kein Denkmal für Opfer rechter Gewalt

Stadt Hohenstein-Ernstthal verhindert Denkmal für Opfer von rechter Gewalt. Das Bündnis “Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts” zur aktuellen Entwicklung

Am zweiten Oktober jährte sich zum zehnten Male die Ermordung von Patrick T. durch Nazis in Oberlungwitz. In Hohenstein-E. entwickelte sich damals der Konflikt, welcher zur Tötung führte. Ende August hatte sich ein Bündnis gegründet, welches sich zum Ziel gesetzt hat ein Denkmal zu errichten. Es sollte zur Erinnerung an Patrick und zur Mahnung daran dienen, dass solch eine Tat nie wieder geschehen darf. Der Vorschlag des Bündnis es in Hohenstein-E. zu errichten wurde von der Stadt abgelehnt. Die persönliche Haltung des jetzigen Oberbürgermeisters E. Homilius, der schon vor zehn Jahren dieses Amt inne hatte, spielt bei der Verhinderung eine maßgebliche Rolle. Die Haltung des Oberbürgermeisters wurde schon im ersten Kontakt mit dem Bündnis klar: Er möchte dieses Denkmal hier nicht haben. Begründet wurde dieses mit allesamt fadenscheinigen Ausflüchten. So bezweifelt er unter anderem, dass es sich hier um eine Tat handele, die durch Nazis begangen wurde. Die Täter kamen allesamt aus dem Umfeld der HooNaRa (Hooligans-Nazis-Rassisten). Den gleichen Standpunkt nimmt die zur Zeit in Chemnitz stattfindende Ausstellung Blickwechsel ein: Patrick T. wird als Opfer von rechter Gewalt hier aufgezählt!

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Die Mörder von Patrick gefasst!

fbÄ #16 - Artikel #1 - - - februar 2000

16_1Der Mord an dem 17-jährigen Punk Patrick (siehe FreibÄrger Dezember 1999) scheint nach Angaben der Staatsanwalt aus Chemnitz aufgeklärt zu sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde am 17.12. vom Chemnitzer Amtsgericht gegen drei Beschuldigte Haftbefehl erlassen. Nach bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Soko Rex beim Landeskriminalamt gehören die drei Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 23 Jahren der Hooliganszene an und arbeiten regelmäßig als “Security” in Diskotheken. Die Verhafteten aus Chemnitz und Glauchau sind teilweise geständig.

Einer von ihnen verübt seinen Dienst als Zeitsoldat bei den Schneeberger Gebirgsjägern. Die Einheit wurde bundesweit bekannt, als dort Soldaten Videofilmsequenzen mit rassistischem und faschistoidem Inhalt produzierten und verbreiteten. Das Bundesverteidigungsministerium legte besonderen Wert darauf, dass der Bundeswehr zur Einberufung der Tatverdacht noch nicht bekannt gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft sieht es offensichtlich als erwiesen an, dass die drei Männer zu jener „Verstärkung“ gehörten, die in besagter Nacht am 2. Oktober von den Türstehern der Hohenstein-Ernstthaler Discothek „La belle“ gerufen wurde. Sie sollen noch in der Nacht „gezielt nach Punkern gesucht haben, um ihnen einen Denkzettel zu verpassen“, so das LKA. Mit Billardstock, Hammer und Axtstiel bewaffnet, griffen die Männer an. Patrick hatte keine Chance und verstarb an den Folgen der Kopfverletzungen.