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Gränitz: Neonazi-Konzert ausgefallen

Ein am 03. April im sächsischen Gränitz bei Freiberg geplantes Neonazi-Konzert wurde von der Polizei verhindert. Mehrere Dutzend angereiste Neonazis aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Tschechien sammelten sich daraufhin in einem Szene-Objekt in Dresden-Reick, wo sie jedoch keine Konzertveranstaltung mehr durchführten.

Eingeladen zu dem Konzert hatte der Dresdner Neonazi Maik Müller. Er hatte die Veranstaltung als “private Geburtstagsfeier” tituliert und hoffte dadurch, die Einsatzkräfte der Polizei daran hindern zu können, gegen das Konzert vorzugehen. Als Veranstaltungsort sollte der “Gasthof Gränitz” dienen. Die ehemalige Dorfgaststätte war 2001 vom ehemaligen NPD-Bundesvorsitzenden Günter Deckert erworben und seither unregelmäßig für neonazistische Treffen und Veranstaltungen genutzt worden. Ursprünglich plante Deckert hier einen für die bundesweite neonazistische Szene relevanten Treffpunkt zu etablieren, was bisher jedoch nicht gelang. Auftreten sollten am Abend des 3. April fünf Bands aus der RechtsRock-Szene. Darunter “Sachsonia” und “Priorität 18″ aus der Region Dresden und die tschechische Neonazi-Band “Attack”. Da nach Angaben der Polizei bei dem Auftritt dieser als einschlägig bekannten Bands zu erwarten war, dass es zu Straftaten kommen könne, wurde das Konzert unterbunden. Anreisenden Neonazis wurden dazu Platzverweise erteilt. In Folge dessen reisten nun mehrere Dutzend Neonazis frustriert nach Dresden, um dort in einem Szene-Objekt auf der Oskar-Röder-Straße den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Auch hier waren Polizeibeamte vor Ort, beobachteten aber lediglich präventiv das Geschehen und griffen nicht ein. Ein Konzert fand in den Räumen des szene-intern als “Baubude” bezeichneten Klubs nicht statt. Frustriert und enttäuscht äußerten sich im Nachhinein Neonazis im Internet. Bemängelt wurde, dass der in der Einladung von Maik Müller angegebene Vorabtreffpunkt an der Autobahn Dresden-Chemnitz zu spät besetzt war und zudem zu spät erst die Information über die Konzertabsage erfolgte. Ausserdem beklagte Maik Müller selbst sich darüber, dass schon Stunden vor dem Konzert der geplante Veranstaltungsort Gränitz über SMS-Verteiler bekannt gemacht wurde.

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Neonazikonzert in Gränitz

Nach Angaben von lokalen Antifaschist_innen fand am Samstag, dem 9. August im Brand-Erbisdorfer Stadtteil Gränitz bei Freiberg ein Nazikonzert mit den “National-Socialist-Hardcore”(NSHC) Bands “Thrima” (Norddeutschland), “Guiltily the Pain” (Löbau), “Painful Awakening” (Mecklenburg-Vorpommern) und “Diary of a Dying Nation” (Altenburg) statt. Ca. 120 Neonazis besuchten das Konzert im Haus des ehemaligen NPD-Vorsitzenden und Holocaustleugners Günther Deckert.

Die Polizei griff nicht ein, weil das Konzert vermutlich als private Geburtstagsfeier getarnt wurde. Antifaschist_innen aus der Region warnen schon seit Jahren, dass sich im ehemaligen Gasthof Gränitz, welchen Deckert bereits im Jahr 2001 erworben hatte, aber aufgrund eines Rechtsstreites erst seit 2007 als Miet- und Wohnhaus nutzen darf, ein regionales Nazizentrum entwickeln könnte.

Mehr Infos zu regionalen Nazistrukturen und dem entstehenden Nazizentrum in Gränitz findet ihr in Zukunft auf der Internetseite der Antifaschistischen Gruppe Freiberg: afg.blogsport.de und unter nazisenthausen.blogsport.de.