03. Januar 2010
Editorial der Ausgabe Juli 2008 (#63)
Liebe Leserinnen und Leser,
dies ist nun die letzte Ausgabe des FreibÄrgers vor der Sommerpause. Wir werden in nächster Zeit verstärkt an unserer Homepage basteln und Inhalte unserer Zeitung diskutieren. Sicher ist, dass wir einige Themen mehr oder regelmäßig aufgreifen werden, dazu gehören Rassismus und Diskriminierung, Sexismus und Homophobie nicht nur bei den “Rechten” sondern in der gesamten Gesellschaft. Aber auch die Themen Stadtentwicklung, Hochschulpolitik, Datenschutz und Bürgerrechte haben wir auf dem Schirm. In jeder Ausgabe wird es ein Schwerpunktthema geben, diesmal ist es Rassismus gegen Schwarze. Im Oktober werden wir uns wahrscheinlich mit Homophobie, Heteronormativität und Sexismus auseinandersetzen.
Diesmal gibt es keinen gedruckten Terminkalender, dafür werden wir ab Mitte Julie auf der unserer Homepage einen laufend aktualisierten Kalender bereitstellen. Wir freuen uns auch immer über Terminhinweise, Anregungen und Kritik, ob per E-Mail oder Brief.
Die Redaktion

Cover der Ausgabe #63 des FreibÄrger
Inhalt
Thema
Der erste deutsche Völkermord
You are the suspect
Interview with Demi Nutsugah
Deutschland Schwarz Weiß
Politics
The Eco-City Dongtan in China
Demokratie adé!
Lokales
Der Mehringplatz in Freiberg
Antifa
Gekommen um zu bleiben
Brutaler Polizeieinsatz in Treuen
Schöner Leben ohne Naziläden
Kultür
Buchtipps
Die Ausgabe als PDF
Autor: Archiv
Erschienen in Archiv (PDF), Ausgabe #63
Stichwörter: Asylrecht, Buchtipp, Hochschulgesetz, Naziläden, Polizeigewalt, Rassismus, Stadtgeschichte, Uni
05. Mai 2009
Über die Demonstration “Schöner Leben ohne Naziläden PT. II”
Seitdem sich Marken wie Lonsdale offen gegen Rassismus aussprechen oder Nazis reflektieren, dass Fred Perry wohl doch nicht so ganz ein Träger ihrer Ideologie sein kann, findet vor allem Kleidung der Marke “Thor Steinar” Einzug in rechte Lebenswelten. Anfangs auch in “normalen” Sportgeschäften durchaus im Sortiment zu finden, ist sie heute nur noch in einschlägigen Läden, wie dem “Waffen Army Shoes” in Chemnitz oder “Tönsberg-Läden” zu finden.
“Thor Steinar” wurde 2002 von Axel Kopelke international registriert und wird seit 2003 durch die Firma “Mediatex GmbH” vertrieben. Durch völkische Symbolik und Anspielungen an den Nationalsozialismus ist sie vor allem in der rechten Szene beliebt. Dabei konnten MitarbeiterInnen der Mediatex GmbH auch enge Kontakte zur deutschen und europäischen Neonaziszene nachgewiesen werden.
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Autor: Falk Schindler
Erschienen in Antifa, Ausgabe #63
Stichwörter: Freiberg Links, Kampagne, Naziläden
04. Mai 2009
Interview mit Jens Merler von der Kampagne “Keine Geschäfte mit Nazis – Der NPD den Boden entziehen”
TL: Kannst du uns die Kampagne kurz vorstellen und uns beschreiben, was euch dazu bewogen hat, sie zu gründen?
JM: Wir wollen der NPD die Grundlage für ihre auf Jahre und Jahrzehnte angelegte Strategie der Ideologieverbreitung nehmen, indem wir den Ankauf von Grundstücken und Objekten durch die NPD verhindern. Gegründet hat sich die Kampagne im Jahr 2005, als eben dies Ziel der NPD war: Ein “Veranstaltungszentrum für Mitteldeutschland” zu etablieren, bevorzugt in Sachsen bzw. in Dresden.
TL: Was habt ihr bis jetzt mit eurer Arbeit erreicht und wo lagen die Schwerpunkte?
JM: Erreicht haben wir, dass AnwohnerInnen und Öffentlichkeit genauer hingeschaut haben, als die NPD in Dresden-Pappritz das Grundstück mit der Tennishalle kaufen wollte. Wir haben danach auch zwei Demonstrationen dort gemacht, als das Deutsche Stimme Pressefest 2006 und das JN-Sachsenfest 2007 auf dem Gelände stattfanden. Letztlich konnte es sich die NPD zwar nicht leisten, es zu kaufen, aber es ist eine Bürgerinitiative entstanden, die auch weiterhin aktiv geblieben ist.
Zweiter Schwerpunkt war die NPD-Landeszentrale mit Bürgerbüros im Dresdner Lockwitzgrund. Das Gebäude dafür hatte die NPD gemietet, musste es inzwischen aus finanziellen Gründen aufgeben. Auch hier haben wir daran gearbeitet, dass sich die AnwohnerInnen positionieren und dass öffentlicher Druck auf den Vermieter ausgeübt wird.
Momentan beteiligen wir uns auch an größer angelegten Aktionen. Beispielsweise an der Verhinderung des NPD-Bundesparteitages, was letztes Jahr bereits gelungen ist. Im Mai geht es dafür jetzt in die zweite Runde.
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Autor: Tarek Liebscher
Erschienen in Ausgabe #62, Thema
Stichwörter: Interview, Kampagne, Naziläden