Artikel mit dem Tag „Oberbürgermeister“

Ausgabe #60 - Februar/März 2008

Seite 1 von Ausgabe #60

Seite 1 von Ausgabe #60

Themen
OB-Kandidaten
Altersgerechtes Wohnen
Zehn Jahre FreibÄrger
Aktionen gegen SS-Mörder,
Thor Steinar Läden,
Nazi Bücher
Vergangenes,
Satire: Roland Koch als Henker in Freiberg
Veranstaltungen, Boggle

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Ausgabe #22 - Mai/Juni 2001

Seite 1 von Ausgabe #22

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Themen
Frühlingserwachen: Jagd auf Ausländer
Rechtsstreit gegen “Neonazi” gewonnen
Männer an den Herd?
Wer wird Freibergs nächster Oberbürgermeister: vielleicht eine Frau?
Termine & Lyrik er reitet wieder: der Erlkönig

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Bombenstimmung in Freiberg

Am 7. Oktober 1944 flogen alliierte Bomberverbände der 8. US-Luftflotte einen Angriff auf Freiberg, da im Zielgebiet der tschechischen Stadt Most starker Nebel festgestellt wurde. Bei dem Angriff von 24 Flugzeugen kamen 172 Menschen ums Leben. Heute erinnern eine Gedenktafel am Freiberg-Kolleg, sowie ein Denkmal auf dem Friedhof an die Getöteten.

Seit einigen Jahren ist das Datum auch für regionale Neonazis bedeutsam. Vor 2 Jahren marschierten etwa 50 Nazis aus dem Umfeld der “freien Kameradschaften” unter Führung des NPD-Landtagsabgeordneten René Despang begleitet von klassischer Musik durch Freiberg. Letztes Jahr versammelten sich etwa ein Dutzend Nazis mit Reichkriegsflaggen auf der Burgstraße und liefen unter Polizeieskorte geschlossen zum Friedhof, wo sie Kränze ablegten und den vermeintlichen Opfern gedachten.

Wahrscheinlich wird es auch dieses Jahr zu Aktionen kommen, in denen die Nazis ihr geschichtsrevisionistisches Weltbild zur Schau stellen und in klassischer Täter_innen-Opfer-Umkehr die Toten des Bombenangriffs auf Freiberg instrumentalisieren. Doch auch Mitglieder der SPD- und CDU-Fraktion des Freiberger Stadtrates hatten keine Berührungsängste, als sie am s.g. “Volkstrauertag” am 18. November 2007 gemeinsam mit 16 Neonazis den vermeintlichen Deutschen Opfern gedachten. Die damalige Oberbürgermeisterin Uta Rensch (SPD) hatte dazu aufgerufen.

Hier sei angemerkt, dass jede_r Angehörige das Recht hat individuell zu gedenken. Aber eine kollektive Vereinnamung unter Ausblendung der deutschen Täter_innenrolle, wie sie die Nazis und die bürgerlichen Kräfte vollziehen, lässt sich nur als Geschichtsrevisionismus interpretieren. Es ist zynisch, das am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus jedes Jahr die selben Menschen Kränze niederlegen, während kaum ein_e Vertreter_in des Stadtrates anwesend ist.

Mensch darf gespannt sein, wie sich der neue Bürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) positionieren wird.

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Bericht von der Bürgerfragestunde am 13. März mit den Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl

Am 13. März fand im Hotel „Kreller“ eine Fragestunde mit den Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl am 8. Juni in Freiberg statt. Befragt wurde die Amtsinhaberin Uta Rensch, der Linksparteikandidat Thomas Mittelstädt, der parteilose, aber von der FDP unterstützte Bernd-Erwin Schramm und der CDU-Kanditat Holger Reuter. In ihrem Anfangsstatement betonte Uta Rensch wie toll ihre Politik der vergangenen Jahre gewesen wäre. Probleme scheint Freiberg diesen Worten zufolge nicht zu haben. Als nächstes sprach Thomas Mittelstädt. Er meinte, dass es hier nicht so weiter gehen kann und sich viele Bürger hier nicht mehr wohl fühlen. Es müsse einiges mehr getan werden, z.B. auf den Gebieten Soziales, Bildung und Kultur. Die anderen beiden Kandidaten wetteiferten metaphernreich, wer die Wirtschaft am besten in Schwung bringen, den Mittelstand stärken und die Innenstadt säubern kann. Dafür kam bei beiden das Soziale überhaupt nicht und der einzelne Bürger nur am Rande vor.

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