Artikel mit dem Tag „Polizeigewalt“

Ausgabe #63 - Juli 2008

Editorial der Ausgabe Juli 2008 (#63)

Liebe Leserinnen und Leser,
dies ist nun die letzte Ausgabe des FreibÄrgers vor der Sommerpause. Wir werden in nächster Zeit verstärkt an unserer Homepage basteln und Inhalte unserer Zeitung diskutieren. Sicher ist, dass wir einige Themen mehr oder regelmäßig aufgreifen werden, dazu gehören Rassismus und Diskriminierung, Sexismus und Homophobie nicht nur bei den “Rechten” sondern in der gesamten Gesellschaft. Aber auch die Themen Stadtentwicklung, Hochschulpolitik, Datenschutz und Bürgerrechte haben wir auf dem Schirm. In jeder Ausgabe wird es ein Schwerpunktthema geben, diesmal ist es Rassismus gegen Schwarze. Im Oktober werden wir uns wahrscheinlich mit Homophobie, Heteronormativität und Sexismus auseinandersetzen.
Diesmal gibt es keinen gedruckten Terminkalender, dafür werden wir ab Mitte Julie auf der unserer Homepage einen laufend aktualisierten Kalender bereitstellen. Wir freuen uns auch immer über Terminhinweise, Anregungen und Kritik, ob per E-Mail oder Brief.

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #63 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #63 des FreibÄrger

Inhalt

Thema
Der erste deutsche Völkermord
You are the suspect
Interview with Demi Nutsugah
Deutschland Schwarz Weiß

Politics
The Eco-City Dongtan in China
Demokratie adé!

Lokales
Der Mehringplatz in Freiberg

Antifa
Gekommen um zu bleiben
Brutaler Polizeieinsatz in Treuen
Schöner Leben ohne Naziläden

Kultür
Buchtipps

Die Ausgabe als PDF

Ausgabe #18 - Juli 2000

Seite 1 von Ausgabe #18

Seite 1 von Ausgabe #18

Themen
Jugendpolitik gegen rechts
Polizeischläger?
Sowjetischer Friedhof
Revolutionärer 1. Mai
Tschetschenien
Nazi-Guppys

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Freiheit statt Angst

Die größte Demo gegen den Überwachungswahn wurde von Polizeigewalt überschattet.

Am 12. September wurde bereits das vierte Mal in Berlin gegen die allgegenwärtige Überwachung in Deutschland protestiert. Leider sind in diesem Jahr deutlich weniger Demonstranten dem Aufruf nach Berlin gefolgt, um für “Freiheit statt Angst” zu demonstrieren. Waren 2008 noch weit über 50.000 Menschen auf der Straße, wurden dieses Jahr nur noch 25.000 Demonstranten gezählt, was aber trotz allem ein Erfolg ist. Keine andere Demo für Bürgerrechte bringt mehr Menschen auf die Straße.

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Polizeigewalt in Rochlitz

Massive polizeiliche Gewalt gegen Jugendliche, die zuvor von Neonazis angegriffen wurden. Zeugin filmt Polizeigewalt gegenüber Punks. Neonazis bleiben unbehelligt.

In den Nachmittagsstunden des Freitags, 26.06.09, wurden am Markt in Rochlitz drei Punks von ca. 15 Neonazis zunächst beschimpft und dann angegriffen. Dabei wird einem der Punks mit voller Kraft eine Bierflasche am Kopf zerschlagen. Die Polizei erscheint am Tatort – gut, möchte man meinen. Denn die Geschädigten könnten adäquat versorgt werden, außerdem sind sowohl Zeug_innen des Neonaziangriffs als auch die Neonazis selbst noch vor Ort, so dass alle Personalien aufgenommen werden, und erste Befragungen erfolgen könnten.

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Roland P. - Schläger im Amt ?

fbÄ #18 - Artikel #2 - - - juli 2000

Die Polizei dein Freund und Helfer. An so einem Werbeslogan haben der FreibÄrger und eine Frau aus Plauen berechtigte Zweifel. Am 9. September 1996 war die Frau vor dem Chemnitzer Polizeipräsidium mit Herrn Pyka verabredet, der dort den Führungsstab leitete. Beim Anblick seiner Geliebten soll der Polizeichef plötzlich durchgedreht sein und unvermittelt mit der Faust auf die überraschte Frau eingedroschen haben. Selbst als sein Opfer bereits am Boden lag ließ er in neudeutscher Skinheadmanier nicht von ihr ab. Laut ärztlichem Gutachten war der Oberkörper der Frau mit Prellungen übersät.

Ein erstes Ermittlungsverfahren gegen Freibergs Polizeichef wurde im November 1997 gegen Zahlung von zweitausend Mark Geldbuße eingestellt. Roland P. zahlte wie in der “Freien Presse” zu lesen war “um nicht ins Gerede zu kommen”. Ein indirektes Schuldeingeständnis? Richter Joachim Müller sah es als Geständnis und verurteilte Freibergs obersten Ordnungshüter zur Zahlung von 6000 Mark Schmerzensgeld. Der FreibÄrger fordert klar den unhaltbaren Zustand zu beenden, dass ein rechtskräftig verurteilter Schläger Chef der örtlichen Polizei ist.

FreibergerInnen, die sich von so einem Menschen nicht mehr beschützen lassen wollen sind aufgerufen ihr Missfallen zum Ausdruck zu bringen und an die Redaktion des FreibÄrger zu schreiben. Unter dem Motto: “Stoppt die Männergewalt gegen Frauen! Keine Staatskohle und keine Karriere für Polizeischläger!” wollen wir diesen Vorgang nicht zur Ruhe kommen lassen.