Alexander¹ (21) kommt aus Russland und engagierte sich in einer oppositionellen, politischen Organisation in Puschkino (in der Nähe von Moskau). Bald bekam er Probleme mit den russischen Behörden und musste nach Deutschland flüchten. Dass in Russland noch immer die Grundrechte von Menschen nicht geachtet werden, ist der Grund, weshalb Alexander nun seit drei Monaten im Asylsuchendenheim Freiberg auf die Entscheidung über seinen Asylantrag wartet.

Was waren die Ziele eurer Organisation in Russland und wie habt ihr versucht sie umzusetzen?

A: Wir haben gegen die Korruption gekämpft, da fast alle Behörden in Russland Steuergelder veruntreuen, aber die Öffentlichkeit ist müde und uninteressiert geworden, sich mit alltäglichen Problemen auseinander zu setzen. Regelmäßig hielten wir Kundgebungen ab, was aber schwierig war, da die Polizei diese immer versuchte zu verhindern. Wenn wir zum Beispiel bei einer Kundgebung mit 200 Teilnehmern rechneten, kamen nur 40, da die Polizei die Straße gesperrt und andere Teilnehmer, die sie von Fotos kannte, nicht zu uns gelassen hat. Die Kontrolle der Personalien, willkürliche Platzverweise oder Verhöre sind bei solchen Kundgebungen die Regel.

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