Artikel mit dem Tag „Stadtgeschichte“

Freiberg - die kollektive Unschuld?

“…jede Detonation ist wie ein Geschenk!”

Am 7. Oktober jährte sich die Bombardierung Freibergs zum 65 Mal. 1944 flogen alliierte Bomberverbände der 8. US-Luftflotte einen Angriff auf die im heutigen Tschechien liegende Stadt Most. Da im Zielgebiet allerdings starker Nebel festgestellt wurde, kehrten die Verbände um und suchten Ausweichziele. 24 Flugzeuge bombardierten dabei Freiberg, 171 Menschen kamen ums Leben.

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Der Mehringplatz im Zuge des Stadtumbaus

Der Franz-Mehring-Platz ist Teil des heutigen Wohngebiets Seilerberg, das seinerseits auf das Projekt einer “Freiberger Siedlung” zurückgreift, mit deren Bau – außerhalb der Altstadt, zwischen Berthelsdorfer und Hegelstraße - 1924 begonnen wurde. Es ging um die Bereitstellung preiswerten Wohnraums für sozial schwächere Familien im Sinne des Gartenvorstadt-Modells. Die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre bereitete der Bautätigkeit jedoch bald ein Ende.

In der Naziära wurde die Siedlung ab 1933 unter Anwendung verschiedener Bauformen (Einfamilien-Doppelhäuser, später Sechsfamilienhäuser) nach einem Projekt des Stadtbaudirektors Dr. Salzmann (u. a. Krankenhaus am Donatsring) zunäcchst zügig erweitert. Die Finanzierung erfolgte teils aus Eigenmitteln der künftigen Eigentümer, teils mit Hilfe von Darlehen von deren Arbeitgebern.

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